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Erneut Rekordergebnis bei Raiffeisen International


23. November 2005

Erneut Rekordergebnis bei Raiffeisen International

Konzerngewinn steigt um 33,4 Prozent auf € 279,1 Millionen, Bilanzsumme um 20,2 Prozent auf € 34,7 Milliarden. Return on Equity 22 Prozent, Cost/Income Ratio 59,5 Prozent. Nach Bank Aval-Übernahme Marktführer in der Ukraine.

Die Raiffeisen International Bank-Holding AG (Raiffeisen International) hat mit ihren Zahlen zum 3. Quartal erneut ein Rekordergebnis erzielt und bestätigt damit ihren Wachstumskurs. Der Periodenüberschuss vor Steuern betrug für die ersten drei Quartale € 416,4 Millionen, das entspricht einem Zuwachs von 28,3 Prozent oder € 91,8 Millionen gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der Periodenüberschuss nach Steuern belief sich auf € 334,9 Millionen (um 28,3 Prozent oder € 73,8 Millionen mehr als im Vorjahreszeitraum). Der Konzern-Periodenüberschuss (nach Minderheiten) für die ersten drei Quartale wies mit 33,4 Prozent die stärkste Steigerung aus: Mit € 279,1 Millionen lag er um € 70 Millionen deutlich über dem Ergebnis der Vorjahresperiode. Der Periodenüberschuss vor Steuern für das dritte Quartal belief sich auf € 143,1 Millionen und lag damit leicht über dem guten Ergebnis des zweiten Quartals von € 140 Millionen. Alle Zahlen basieren auf internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS).

Herbert Stepic, Vorstandsvorsitzender der Raiffeisen International, kommentierte das Ergebnis: „Unsere guten Quartalszahlen bestätigen den sehr positiven Trend der letzten Monate. Wir haben das Volumen und unsere Kundenzahl in allen Geschäftssegmenten deutlich gesteigert und das Vertrauen unserer Investoren gerechtfertigt.“

Deutlicher Anstieg der Volumina auf Kredit- und Einlagenseite

Die Bilanzsumme der Raiffeisen International wuchs in den ersten drei Quartalen 2005 im Vergleich zum Jahresende 2004 um 20,2 Prozent auf € 34,7 Milliarden. Die Position Forderungen an Kunden stieg um 28,8 Prozent auf € 20,9 Milliarden, was primär auf das starke Wachstum des Segments Retail Customers zurückzuführen ist. Die Forderungen an Kreditinstitute wuchsen um 16,7 Prozent auf € 5,6 Milliarden.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden stiegen bis Ende September 2005 um 18,8 Prozent auf € 21,6 Milliarden, und die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten legten um
18,2 Prozent auf € 7,8 Milliarden zu.

In diesen Zahlen ist die kürzlich von der Raiffeisen International in der Ukraine erworbene JSPP Bank Aval noch nicht enthalten. Die Erstkonsolidierung in den Raiffeisen International-Konzern wird im vierten Quartal 2005 stattfinden.

Betriebserträge steigen kräftig

Die aus dem operativen Geschäft resultierenden Betriebserträge lagen in den ersten drei Quartalen 2005 mit € 1.316,5 Millionen um 37,8 Prozent oder € 361 Millionen höher als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der größte Zuwachs wurde beim Zinsüberschuss erzielt, der von € 582,7 Millionen um 44,3 Prozent auf € 841,1 Millionen wuchs. „Wir ernten damit die Früchte unserer Pionierarbeit in Südosteuropa und der GUS“, meinte Martin Grüll, CFO der Raiffeisen International. „Unsere starke Position in diesen beiden Regionen führte zu einer weiteren Verbesserung der konsolidierten Zinsspanne.“ Letztere stieg um 19 Basispunkte auf 3,53 Prozent. Der Zinsüberschuss nach Kreditrisikovorsorge stieg gegenüber der Vorjahresperiode um 42,0 Prozent auf € 721,6 Millionen. Die Risk/Earnings Ratio verbesserte sich von 17,13 Prozent zum Jahresende 2004 auf 14,21 Prozent.

Der Provisionsüberschuss wuchs im Periodenvergleich um 30,1 Prozent oder € 65,0 Millionen auf € 281,3 Millionen. Der Zuwachs bei den Retailkunden (Privatkunden sowie Klein- und Mittelbetriebe) war hauptverantwortlich für diesen Anstieg. In allen Produktbereichen wurden deutliche Ertragssteigerungen erzielt. Speziell die Gebühren aus dem Zahlungsverkehr, die 54 Prozent des Provisionsüberschusses generierten, stiegen um 28,0 Prozent oder € 33,1 Millionen auf € 150,7 Millionen.

Mit einem Zuwachs von 24,8 Prozent oder € 39,4 Millionen auf € 198,2 Millionen stieg auch das Handelsergebnis abermals deutlich.  Dabei entfällt der mit Abstand größte Teil von
€ 183,1 Millionen auf währungsbezogene Geschäfte (Zuwachs von 27 Prozent oder
€ 39,3 Millionen), wobei der Großteil davon aus dem kundenbezogenen Handel mit Devisen und Valuten stammt.

Die Verwaltungsaufwendungen stiegen um 40,0 Prozent oder € 223,7 Millionen auf
€ 782,8 Millionen. Die Cost/Income Ratio verbesserte sich von 63,5 Prozent (Gesamtjahr 2004) auf 59,5 Prozent zum 30. September 2005.

Grüll dazu: „Wir sind mit unserer Entwicklung sehr zufrieden. Trotz der weiterhin massiven Investitionen in den Ausbau und die Modernisierung unseres Filialnetzwerkes entwickelt sich
der Gewinn sehr dynamisch. Mitverantwortlich dafür war erneut eine kräftiger Schub im Retail Banking.“

Südosteuropa und GUS-Länder als Wachstumstreiber

Nach regionalen Segmenten betrachtet waren Südosteuropa und die GUS-Länder die Wachstumstreiber. Das Segment Südosteuropa erwirtschaftete ein um 36,5 Prozent oder
€ 37,3 Millionen auf € 139,5 Millionen gestiegenes Ergebnis. Der Periodenüberschuss vor Steuern in der GUS stieg um 48,3 Prozent oder € 31,3 Millionen auf € 96,3 Millionen, während die Region Zentraleuropa € 180,6 Millionen (plus 14,7 Prozent oder
€ 23,2 Millionen) zum Ergebnis beitrug. Im Vergleich zum dritten Quartal 2004 zeigt sich
eine zunehmend ausgeglichene Verteilung zwischen den Segmenten betreffend deren Anteil
am Periodenüberschuss vor Steuern: Zentraleuropa 43 Prozent (2004: 48 Prozent), Südosteuropa 34 Prozent (32 Prozent) und GUS-Länder 23 Prozent (20 Prozent).

Retail Geschäft entwickelt sich erfreulich

Das Segment Retail Customers entwickelte sich erneut außerordentlich erfreulich. Der Periodenüberschuss vor Steuern stieg um 19,8 Prozent oder € 14,1 Millionen auf
€ 85,4 Millionen. Der Anteil des Segments Retail Customers am Periodenüberschuss vor Steuern beträgt bereits 21 Prozent. Das Segment Corporate Customers stieg um € 18,0 Millionen oder 8,4 Prozent auf € 232,7 Millionen. Das Vorsteuerergebnis im Segment Treasury stieg um € 66,4 Millionen oder 99,4 Prozent auf € 133,2 Millionen.

Weiterhin zügiger Ausbau des Vertriebsnetzes

Der Ausbau der lokalen Filialnetze schreitet zügig voran: Mit 89 neuen Geschäftsstellen im Vergleich zum Jahresende 2004 wurde per Ende September ein Stand von 1.005 erreicht. Entsprechend stieg auch die Mitarbeiteranzahl zum Stichtag um 12,5 Prozent von 22.851 auf 25.712.

Inklusive der Firmenkunden wurden per Ende September 2005 rund 6,1 Millionen Kunden betreut, ein Plus von mehr als einer Million im Vergleich mit Jahresende 2004.

Übernahme der Bank Aval abgeschlossen

Am 20. August gab die Raiffeisen International die Übernahme der Bank Aval, der zweitgrößten Bank im Wachstumsmarkt Ukraine, bekannt. Diese wurde am 20. Oktober nach Erhalt aller behördlichen Genehmigungen abgeschlossen. Dadurch steigt die Raiffeisen International in diesem sich sehr schnell entwickelnden Markt zum Marktführer auf. Die Bank Aval verfügte zum Jahresende 2004 über 1.378 Geschäftsstellen und beschäftigte 17.933 Mitarbeiter. Sie ist mit mehr als 3 Millionen Kunden die mit Abstand stärkste Retailbank in der Ukraine und erhöht die Gesamtkundenbasis der Raiffeisen International auf rund 9,2 Millionen.

Solide Eigenkapitalausstattung

Das Eigenkapital (inkl. Minderheiten und Gewinn) der Raiffeisen International erhöhte sich seit Jahresende 2004 um 41,8 Prozent oder € 908 Millionen auf € 3.085 Millionen. Neben den Erlösen aus dem Börsegang, der nach Abzug von Emissionskosten netto rund € 555 Millionen einbrachte, ist die Veränderung großteils auf drei weitere Komponenten zurückzuführen: Der laufende Periodenüberschuss brachte € 335 Millionen ein. Die Dividendenzahlungen an die Aktionäre sowie an andere Gesellschafter von Konzerneinheiten für das Geschäftsjahr 2004 verringerten das Eigenkapital um € 60 Millionen. Schließlich erhöhte sich das Eigenkapital durch Wechselkursveränderungen der CEE-Währungen nach Abzug des Capital Hedge Ergebnisses um netto € 49 Millionen.

Die gesamten Eigenmittel erhöhten sich um € 661 Millionen von € 2.360 Millionen auf
€ 3.021 Millionen. Den Eigenmitteln steht ein aufsichtsrechtliches Eigenmittelerfordernis (gemäß Österreichischem Bankwesengesetz) von € 2.007 Millionen gegenüber. Daraus resultiert eine Erhöhung der Eigenmittelüberdeckung von € 225 Millionen auf € 1.014 Millionen. Die Eigen¬mittelquote lag unverändert bei 12,0 Prozent.  Die Kernkapitalquote ohne Berücksichtigung des Marktrisikos betrug 11,6 Prozent, die Kernkapitalquote unter Einschluss des Marktrisikos blieb unverändert bei 10,1 Prozent.

Ausblick und Ziele

Für das Gesamtjahr 2005 erwartet das Management der Raiffeisen International eine Steigerung des Konzern-Jahresüberschusses (Jahresüberschuss nach Steuern abzüglich Anteile anderer Gesellschafter am Erfolg) um mindestens 50 Prozent – verglichen mit dem Niveau des Jahres 2004 (€ 209 Millio-nen). Mögliche Effekte aus der Akquisition der Bank Aval sind in dieser Prognose nicht berücksichtigt. Für die Jahre 2006 und 2007 erwarten wir ein jährliches Wachstum der Bilanzsumme von jeweils rund 20 Prozent.

Die Ziele für das Jahr 2007: Return on Equity (ROE) vor Steuern mehr als 25 Prozent, Cost/Income Ratio kleiner als 60 Prozent und Risk/Earnings Ratio weniger als 15 Prozent.