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Geschäftsjahr 2004


04. April 2005

Geschäftsjahr 2004

Raiffeisen International mit Rekordergebnis. Jahresüberschuss plus 24 Prozent, ROE über 22 Prozent, Bilanzsumme plus 44 Prozent. Knapp 2 Millionen neue Kunden.

Der Konzern der Raiffeisen International Bank-Holding AG (RI) präsentiert heute das offizielle Ergebnis des erfolgreichen Geschäftsjahres 2004. Die RI hat  2004 einen Jahresüberschuss vor Steuern von € 342,2 Millionen erzielt. Das bedeutet eine Steigerung von € 65,5 Millionen oder 23,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit erzielte die RI erneut ein Rekordergebnis. Der Jahresüberschuss nach Steuern beläuft sich auf € 271,3 Millionen (2003: € 227,4 Millionen). Alle Zahlen auf Basis internationaler Rechnungslegungsstandards (IFRS).

„Die Raiffeisen International ist strategisch gut in der Region positioniert. Wir sind mit unserem Netzwerk in allen wichtigen Wachstumsmärkten in Zentral- und Osteuropa vertreten. Das Ergebnis des vergangenen Jahres beweist, dass wir weiterhin auf dem richtigen Weg sind“, zeigt sich der Vorsitzende des Vorstandes Herbert Stepic über das Ergebnis erfreut.

Geschäft deutlich ausgeweitet, Bilanzsumme steigt um 44 Prozent

Die RI hat das dynamische Wachstumsumfeld in den Märkten Zentral- und Osteuropas genutzt und ihr Kundengeschäft deutlich ausgeweitet. Das Kreditvolumen an Kunden wuchs um 38,7 Prozent auf € 16,2 Milliarden, während die Kundeneinlagen ein Wachstum von 50,4 Prozent auf € 18,2 Milliarden vorweisen. Insgesamt stieg die Bilanzsumme zum Jahresultimo 2004 um 44,1 Prozent auf € 28,9 Milliarden, wobei rund vier Fünftel des Anstiegs auf organisches Wachstum zurückzuführen sind. Damit ist der RI-Konzern eine der am stärksten wachsenden Bankengruppen in der Region.

Verbesserung des operativen Ergebnisses

Die Betriebserträge stiegen um € 280,5 Millionen oder 27,6 Prozent auf € 1.298,8 Millionen. Davon entfallen € 805,8 Millionen oder 62,0 Prozent auf die Nettozinserträge. Der Provisionsüberschuss wuchs um 39,9 Prozent auf € 298,1 Millionen, während das Handelsergebnis um 8,6 Prozent auf € 220,9 Millionen nachgab.

Durch ein straffes Kostenmanagement wurde der Anstieg der Verwaltungsaufwendungen trotz der massiven Investitionen deutlich unter dem Bilanzsummenwachstum gehalten. Im Jahr 2004 wurden für Personal- und Sachaufwand € 823,3 Millionen ausgegeben, was einem Plus von 25,0 Prozent zum Vorjahr entspricht.

Das daraus resultierende Betriebsergebnis stieg um 32,2 Prozent auf € 475,5 Millionen. Die Cost/Income Ratio, die den betrieblichen Aufwand im Verhältnis zu den Betriebserträgen darstellt, hat sich dementsprechend von 64,7 auf 63,4 Prozent verbessert.

Eigenkapitalbasis deutlich gestärkt, solide Kernkapitalausstattung

Das Eigenkapital (inklusive Minderheiten und Gewinn) erhöhte sich zum Jahresultimo um 57,9 Prozent auf € 2.177 Millionen (2003: € 1.379 Millionen). Der Return on Equity (ROE) vor Steuern (die Kennzahl setzt den Jahresüberschuss vor Steuern in Relation zum durchschnittlichen Eigenkapital) beträgt für das vergangene Jahr 22,3 Prozent, ein Minus von 1,8 Prozentpunkten gegenüber 2003. Dazu erklärt Martin Grüll, Finanzvorstand der RI: „Aufgrund der deutlich gestärkten Eigenkapitalbasis, die neben den Kapitalerhöhungen im Ausmaß von rund € 500 Millionen auch die thesaurierten Gewinne aus 2003 enthält, konnte bei der Eigenkapitalverzinsung das Vorjahresniveau von 24,1 Prozent nicht ganz gehalten werden.“ Der ROE nach Steuern ist um 2,1 Prozentpunkte auf 17,7 Prozent gesunken.

Die für die Bewertung der Finanzkraft wichtige Kernkapitalquote liegt bei 10,1 Prozent (2003: 9,4 Prozent). „Die Raiffeisen International verfügt damit über eine solide Eigenkapitalausstattung“, ergänzt Grüll.

Größte Marktabdeckung in Zentral- und Osteuropa

Die RI operiert über ihre Tochterbanken in 15 Märkten Zentral- und Osteuropas und spannt damit das weiteste Netz aller in der Region tätigen Banken. In sieben Märkten gehören die so genannten Netzwerkbanken zu den drei größten Banken des Landes. 2004 wurde das Netzwerk durch die Akquisition der Albanischen Banka e Kursimeve, der heutigen Raiffeisen Bank Sh.a., konsequent weiter ausgebaut und so die Präsenz in Südosteuropa deutlich verstärkt. Stepic: „Die Märkte in Südosteuropa sind im Vergleich zu den neuen EU-Mitgliedsländern in einem deutlich früheren Entwicklungsstadium. Ich sehe hier noch großes Wachstumspotenzial, das wir konsequent nutzen wollen.“ Mit ihren Aktivitäten in Belarus, Russland und der Ukraine ist der RI-Konzern außerdem die führende westliche Bankengruppe in diesem Teil der GUS.

Über ihren Tochterkonzern Raiffeisen-Leasing International betreibt die RI 14 Leasinggesellschaften in 12 Ländern der Region und betreut sowohl Firmen- als auch Privatkunden in diesem Geschäftsfeld. Weitere Spezialgesellschaften decken unter anderem die Bereiche Fondsmanagement und Pensionsvorsorge ab.

56 Prozent Kundenzuwachs, Distributionsnetz weiter ausgebaut

Im zurückliegenden Jahr wurde kräftig in den Filialausbau investiert und das Distributionsnetz um 194 Geschäftsstellen erweitert. Insgesamt betreuen fast 23.000 Mitarbeiter in 916 Geschäftsstellen rund 5 Millionen Retail-Kunden. Das sind um 56 Prozent mehr als zum Jahresende 2003. Stepic: „Unsere Strategie, als Pionier frühzeitig in neue Märkte, neue Produkte und neue Kundengruppen zu investieren, macht sich bezahlt. Wir haben im letzten Jahr 1,8 Millionen Kunden gewonnen. Mehr als vier Fünftel dieses Zuwachses sind organisch bedingt.“

Segmentberichterstattung

Die Geschäftsaktivitäten der RI sind sowohl nach Kundengruppen als auch geografisch segmentiert.

Kundensegmente

Das Segment Retail Customers umfasst Privatpersonen, selbständig Erwerbstätige sowie Klein- und Mittelbetriebe mit einem Jahresumsatz von weniger als € 5 Millionen. Es erreichte im Berichtsjahr erstmals die Gewinnzone und trug € 42,5 Millionen zum Konzernergebnis bei. Im Vorjahr wurde noch ein Verlust in Höhe von € 23,8 Millionen ausgewiesen. Der ROE vor Steuern betrug 11,4 Prozent, die Cost/Income Ratio 83,5 Prozent.

Das Segment Corporate Customers erfasst die Geschäftstätigkeit mit mittleren und großen Unternehmen aus Zentral- und Osteuropa, aber auch Unternehmen aus anderen Ländern, insbesondere multinationale Konzerne, die in der Region tätig sind. Es weist einen Jahresüberschuss vor Steuern von € 229,6 Millionen aus (2003: € 221,0 Millionen). Der ROE vor Steuern belief sich auf 29,4 Prozent, die Cost/Income Ratio auf 41,8 Prozent.

Das Segment Treasury umfasst den Eigenhandel mit bilanz- und außerbilanzmäßigen Zins- bzw. Kursprodukten sowie das nur in einigen Konzerneinheiten betriebene Investment Banking. Hier wurde ein Jahresüberschuss vor Steuern von € 111,9 Millionen erwirtschaftet (2003: € 87,4 Millionen). Der ROE vor Steuern erreichte 33,2 Prozent, die Cost/Income Ratio 23,2 Prozent.

Das Segment Participations and Others weist für 2004 einen Fehlbetrag von € 41,8 Millionen aus. In diesem Segment sind alle nicht bankspezifischen Aktivitäten inklusive der Verwaltung der Beteiligungen enthalten.

Geografische Segmente

Das Segment Zentraleuropa umfasst Polen, die Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn und weist für das Berichtsjahr einen Jahresüberschuss vor Steuern von € 162,8 Millionen aus (2003: € 136,2 Millionen). Der ROE vor Steuern betrug 19,1 Prozent, die Cost/Income Ratio 65,5 Prozent.

Südosteuropa umfasst Albanien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Kroatien, Rumänien sowie Serbien und Montenegro (inklusive Kosovo). Dieses Segment hat im Jahr 2004 einen Jahresüberschuss vor Steuern von € 100,8 Millionen erwirtschaftet (2003: € 59,7 Millionen). Der ROE vor Steuern belief sich auf 21,7 Prozent, die Cost/Income Ratio auf 67,4 Prozent.

Im Segment GUS-Länder werden Belarus, Russland und die Ukraine erfasst. 2004 wurde hier ein Jahresüberschuss vor Steuern von € 78,7 Millionen (2003: € 80,9 Millionen) erwirtschaftet und ein ROE vor Steuern von 36,0 Prozent sowie eine Cost/Income Ratio von 46,9 Prozent erzielt. Seit Jahresbeginn 2005 ist die RI über ihre Tochter Raiffeisen-Leasing International mit einer eigenen Gesellschaft in Kasachstan tätig. Weiters war die RZB seit Ende 2001 in Kasachstan mit einem nicht konsolidierten Anteil an der BankTuranAlem beteiligt, der 2004 auf 12,8 Prozent aufgestockt wurde. Die RI hat diese Beteiligung im Dezember 2004 übernommen. Die Bank ist mit einer Bilanzsumme von € 3,7 Milliarden die zweitgrößte des Landes.


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Der Online-Geschäftsbericht ist unter http://gb2004.ri.co.at abrufbar. Sie können dort auch gedruckte Exemplare bestellen. Die englische Version ist ab sofort unter http://ar2004.ri.co.at im Netz. Die gedruckte englische Ausgabe ist ab 19. April verfügbar, Sie können Ihr Exemplar ebenfalls unter der Internet-Adresse des englischen Geschäftsberichtes bestellen.

Für weitere Informationen wenden sie sich bitte an Michael Palzer (+431-71 707-1504, michael.palzer@ri.co.at ) oder Andreas Ecker (+43-1-71 707-1753, andreas.ecker@rzb.at)