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Raiffeisen International legt im ersten Halbjahr stark zu


11. August 2005

Raiffeisen International legt im ersten Halbjahr stark zu

Wien, 11 August 2005

Halbjahresüberschuss vor Steuern steigt um 58 Prozent auf € 273 Millionen, Bilanzsumme um knapp 14 Prozent auf € 32,9 Milliarden. Starker Kundenzuwachs auf 5,7 Millionen.

Die Raiffeisen International Bank-Holding AG (Raiffeisen International) hat mit ihren Halbjahreszahlen ein sehr gutes Ergebnis eingefahren. Der Halbjahresüberschuss vor Steuern beträgt € 273,3 Millionen, das entspricht einem Zuwachs von 58 Prozent oder € 100,5 Millionen gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der Halbjahresüberschuss nach Steuern beträgt € 221,1 Millionen (64,3 Prozent oder € 86,6 Millionen mehr als im ersten Semester 2004). Alle Zahlen basieren auf internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS).

Auch der Konzernperiodenüberschuss für das zweite Quartal weist eine steigende Tendenz aus: Mit € 93 Millionen liegt er leicht über dem des ersten Quartals 2005 (€ 92,8 Millionen) und um 79 Prozent über dem des zweiten Quartals 2004 (€ 51,9 Millionen). Der Konzernhalbjahresüberschuss liegt mit € 185,8 Millionen um 91,9 Prozent über dem Wert des ersten Halbjahres 2004 (€ 96,8 Millionen).

Herbert Stepic, Vorstandsvorsitzender der Raiffeisen International, meint zum Ergebnis: „Die Halbjahreszahlen schließen nahtlos an das erfolgreiche Jahr 2004 und das viel versprechende erste Quartal dieses Jahres an. Wir haben in allen Geschäftssegmenten zugelegt und haben mit steigenden Kunden- und Volumenzahlen eine gute Basis für die Fortsetzung der positiven Entwicklung gelegt.“

Bilanzsumme plus 13,7 Prozent auf € 32,9 Milliarden

Die Bilanzsumme der Raiffeisen International wuchs im ersten Halbjahr im Vergleich zum Jahresende 2004 um 13,7 Prozent auf € 32,9 Milliarden. Die Position Forderungen an Kunden stieg um 17,6 Prozent auf € 19,1 Milliarden, was unter anderem auf das starke Wachstum des Segments Retail Customers zurückzuführen ist. Die Forderungen an Kreditinstitute wuchsen um 20,8 Prozent auf € 5,8 Milliarden.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden stiegen im ersten Halbjahr um 12,5 Prozent auf € 20,4 Milliarden, und die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten legten um 11,2 Prozent auf € 7,4 Milliarden zu.

Kräftiger Anstieg der Betriebserträge

Die aus dem operativen Geschäft resultierenden Betriebserträge stiegen im ersten Halbjahr um 42,3 Prozent oder € 249,3 Millionen auf € 838,3 Millionen. Der größte Zuwachs wurde beim Zinsüberschuss erzielt, der von € 358,1 Millionen um knapp 50 Prozent auf € 535,7 Millionen zulegte. Damit lag der Zuwachs leicht über dem der Bilanzsumme im Jahresvergleich, was in erster Linie auf eine Verbesserung der Zinsspanne um 26 Basispunkte auf 3,48 Prozent zurückzuführen ist.

Der Anstieg der Kreditrisikovorsorgen (um € 14,3 Millionen auf € 63,4 Millionen, fast ausschließlich im Segment Retail Customers) blieb mit 29,1 Prozent unter dem Anstieg des Zinsüberschusses. Die Risk/Earnings Ratio verbesserte sich daher auf 11,8 Prozent.

Die Verwaltungsaufwendungen stiegen um 36,8 Prozent oder € 135,4 Millionen – und damit in geringerem Ausmaß als die Betriebserträge – auf € 502,6 Millionen. Dadurch verbesserte sich die Cost/Income Ratio von 63,5 Prozent (für das Gesamtjahr 2004) auf 59,9 Prozent.

Das Betriebsergebnis lag mit € 355,8 Millionen um 51,4 Prozent über dem Vergleichswert des Vorjahres.

91 Prozent Ergebniswachstum in Südosteuropa

Nach geografischen Segmenten betrachtet war der Wachstumstreiber im Vorjahresvergleich Südosteuropa. Das Plus beim Halbjahresüberschuss vor Steuern stieg um 90,9 Prozent oder € 41,9 Millionen auf € 88,1 Millionen. Das Segment der GUS-Länder verbesserte sich um 76,3 Prozent oder € 27 Millionen auf € 62,4 Millionen, Zentraleuropa steigerte sich um 34,5 Prozent oder € 31,4 Millionen auf € 122,7 Millionen. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2004 zeigt sich nun eine zunehmend ausgeglichene Verteilung zwischen den Segmenten betreffend deren Anteil am Halbjahresüberschuss vor Steuern: Zentraleuropa 45 Prozent (2004: 53 Prozent), Südosteuropa 32 Prozent (27 Prozent) und GUS-Länder 23 Prozent (20 Prozent).

5,7 Millionen Kunden

Das Segment Retail Customers entwickelte sich außerordentlich zufrieden stellend. Der Überschuss vor Steuern stieg um € 34,0 Millionen oder 143 Prozent auf € 57,8 Millionen. Der Anteil des Segments Retail Customers am Jahresüberschuss vor Steuern beträgt bereits 21 Prozent. Das Segment Corporate Customers stieg um € 27,8 Millionen oder 22 Prozent auf € 155,6 Millionen. Das Vorsteuerergebnis im Segment Treasury stieg um € 52,7 Millionen oder 156 Prozent auf € 86,4 Millionen. Das Corporate Customer-Segment hat zwar den geringsten absoluten und relativen Anstieg aller drei operativen Segmente aufzuweisen, steuert aber mit 57 Prozent noch immer den größten Anteil zum Gesamtergebnis bei.


Martin Grüll, CFO der Raiffeisen International, sieht insbesondere den zügigen Ausbau des Segments Retail Customers als wesentlichen Faktor für den langfristigen Erfolg: „Wir konzentrieren uns auf das Geschäft mit Privatkunden sowie kleinen und mittleren Unternehmen. Diese Strategie trägt mittlerweile schöne Früchte: Alleine im zweiten Quartal haben wir mehr als 350.000 Kunden in diesem Segment neu gewonnen. Diese breite Kundenschicht ist eine hervorragende Basis für nachhaltig wachsende Erträge in der Zukunft.“ Inklusive der Firmenkunden wurden per Ende Juni 2005 rund 5,7 Millionen Kunden betreut, ein Plus von mehr als 1,3 Millionen im Vergleich mit Ende Juni 2004.

Gestärkte Eigenkapitalbasis

Das bilanzielle Eigenkapital der Raiffeisen International erhöhte sich seit Jahresende um 36 Prozent oder € 781 Millionen auf € 2.957 Millionen. Neben den Erlösen aus dem Börsegang, der nach Abzug von Emissionskosten netto rund € 555 Millionen einbrachte, ist die Veränderung großteils auf drei weitere Komponenten zurückzuführen: Der laufende Periodenüberschuss brachte € 221 Millionen ein. Die Dividendenzahlungen an die Aktionäre sowie an andere Gesellschafter von Konzerneinheiten für das Geschäftsjahr 2004 verringerte das Eigenkapital um € 60 Millionen. Schließlich erhöhte sich das Eigenkapital durch Wechselkursveränderungen der CEE-Währungen nach Abzug des Capital Hedge Ergebnisses um netto € 42 Millionen.

Die aufsichtsrechtlichen Eigenmittel erhöhten sich um € 626 Millionen von € 2.360 Millionen auf € 2.986 Millionen. Den Eigenmitteln steht ein aufsichtsrechtliches Eigenmittelerfordernis von € 1.866 Millionen gegenüber. Das ist ein Anstieg von € 295 Millionen. Aufgrund dieser Änderungen erhöhte sich die Eigenmittelüberdeckung um € 331 Millionen auf € 1.120 Millionen. Die Eigenmittelquote lag bei 12,8 Prozent nach 12,0 Prozent zum Jahresende. Auch die Kernkapitalquote stieg nach dem Börsegang deutlich um 0,8 Prozentpunkte auf 10,9 Prozent.

Zügiger Ausbau des Geschäftsstellennetzwerkes

Der Ausbau der lokalen Filialnetze schreitet zügig voran: Mit 55 neuen Geschäftsstellen im Vergleich zum Jahresende 2004 wurde per Ende Juni ein Stand von 971 Geschäftsstellen erreicht. Entsprechend stieg auch die Mitarbeiteranzahl um 7,7 Prozent von 22.851 auf 24.616.

Die Raiffeisen International ist die Steuerungseinheit für die Beteiligungen der Raiffeisen Zentralbank Österreich AG (RZB) in Zentral- und Osteuropa (CEE). Ihre Aktien notieren an der Wiener Börse. Die RZB hält 70 Prozent, der Rest befindet sich im Streubesitz. Die Raiffeisen International steuert das führende Bankennetzwerk in CEE mit Banken und Leasinggesellschaften in 16 Märkten. Mehr als 5,7 Millionen Kunden werden im Wege von mehr als 970 Geschäftsstellen betreut.