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IFC und Raiffeisen International unterzeichnen 200 Millionen Dollar Rahmenkredit


20. Juni 2005

IFC und Raiffeisen International unterzeichnen 200 Millionen Dollar Rahmenkredit

Kreditlinie für RI-Netzwerkbanken in Belarus, Russland und Serbien sowie die Raiffeisen Leasinggesellschaft in Serbien.

Die International Finance Corporation (IFC), der für Unternehmensfinanzierungen zuständige Teil der Weltbank-Gruppe, wird das Wachstum der Raiffeisen International Bank-Holding AG (Raiffeisen International) in Zentral- und Osteuropa mit rund USD 200 Millionen unterstützen. Die am Montag in Wien mit der Raiffeisen International unterzeichneten Verträge sehen vor, dass die IFC den Tochterbanken der Raiffeisen International in Belarus, Russland und Serbien sowie der Leasinggesellschaft in Serbien langfristige Kreditlinien zur Verfügung stellt. Im Einzelnen handelt es sich um eine 10-jährige USD 130 Millionen Kreditlinie für Russland, eine in zwei Tranchen (5 und 7 Jahre) zu je USD 10 Millionen für Belarus sowie eine 12-jährige    € 10 Millionen Kreditlinie für Serbien. Hinzu kommen zwei Tranchen zu je € 15 Millionen     (5 und 10 Jahre) für die Raiffeisen-Leasing in Serbien.

Anlässlich der Vertragsunterzeichnung sagte Edward Nassim, Direktor der IFC für Zentral- und Osteuropa: „Wir sind stolz, als langjähriger Partner und als Aktionär der Raiffeisen International eines der erfolgreichsten Bankennetze der Region zu unterstützen. Durch die Bereitstellung langfristiger Finanzierungen unterstützt die Raiffeisen International das Wachstum von Klein- und Mittelbetrieben sowie die Verbreitung von Hypothekenfinanzierungen in der Region. Damit trägt sie zu einer langfristig positiven wirtschaftlichen Entwicklung insbesondere auch in Südosteuropa bei.“

Herbert Stepic, Vorstandsvorsitzender der Raiffeisen International, zeigte sich sehr erfreut über den neuerlichen Abschluss mit der IFC: „Wir schätzen die Unterstützung unseres langjährigen Partners IFC sehr. Wir sehen nach wie vor exzellente Wachstums- und Ertragsaussichten in der Region und sind für die Herausforderungen in allen Märkten gut gerüstet. Mit ihrer Unterstützung leistet die IFC einen wertvollen Beitrag zur dynamischen Weiterentwicklung unseres Netzwerkes.“

Die Wurzeln dieser erfolgreichen Partnerschaft reichen fast zwanzig Jahre zurück. Schon bei der Gründung der ersten RZB-Tochterbank in Ungarn 1986 war die IFC als Partner beteiligt.  In der Zwischenzeit wurden zahlreiche Kundenprojekte kofinanziert und Kreditlinien für RI-Netzwerkbanken bereitgestellt. Seit 2004 ist die IFC direkt an der Raiffeisen International beteiligt und hält heute 3,2 Prozent der Aktien. An der Raiffeisenbank in Belgrad hält sie seit November 2001 10 Prozent der Gesellschaftsanteile.

Die an der Wiener Börse notierte Raiffeisen International steht zu 70 Prozent im Eigentum der Raiffeisen Zentralbank Österreich AG (RZB). Sie ist die Steuerungseinheit der wesentlichsten Beteiligungen der RZB in Zentral- und Osteuropa (CEE). Die RZB ist das Spitzeninstitut der 
Raiffeisen Bankengruppe, der stärksten Bankengruppe Österreichs. Sie betrachtet neben Österreich auch CEE als ihren Heimmarkt und betreibt ein Netzwerk von 15 Tochterbanken sowie 14 Leasinggesellschaften mit rund 950 Geschäftsstellen in insgesamt 16 Märkten der Region.

Die IFC verfolgt in den Wachstumsmärkten Europas eine Dreifachstrategie. Die Weltbanktochter unterstützt zum einen die Entwicklung der Hypotheken- und KMU-Finanzierung in erster Linie durch Banken und Leasingfirmen. Darüber hinaus stärkt sie lokale Finanzinstitute, einschließlich solcher, die zur Privatisierung anstehen, um Bankdienstleistungen für Unternehmen in den betreffenden Ländern qualitativ und quantitativ zu verbessern. Schließlich fördert die IFC die Entwicklung leistungsfähiger Kapitalmärkte in weiter vorangeschrittenen Ländern. Durch die Unterstützung des Raiffeisen International Netzwerkes leistet die IFC einen namhaften Beitrag in allen drei Bereichen.

Die IFC führt gemeinsam mit Unternehmen nachhaltige Investitionen in Entwicklungsländern durch. Sie finanziert Investitionen des Privatsektors in Entwicklungsländern, mobilisiert Kapital auf internationalen Finanzmärkten und bietet Regierungen und Unternehmen technische Hilfe bzw. Beratung an. Seit ihrer Gründung im Jahr 1956 hat die IFC 3.143 Unternehmen in 140 Entwicklungsländern über USD 44 Milliarden aus eigenen Mitteln zugesagt und Syndizierungen in Höhe von USD 23 Milliarden arrangiert. Das weltweite Portfolio an zugesagten eigenen Finanzierungen und an Teilnahmen bei Syndizierungen umfasste Ende 2004 insgesamt über USD 23 Milliarden.