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RZB ist führende Bankengruppe in den dynamischen Märkten Südosteuropas


23. Mai 2005

Raiffeisen International mit höchster regionaler Marktabdeckung und Top-3-Position in sieben Märkten. Bilanzsumme in der Region € 10,4 Mrd., 3,35 Millionen Kunden. Raiffeisen Research sieht signifikante Fortschritte bei der EU-Integration. Starkes Wachstum in Südosteuropa von durchschnittlich knapp fünf Prozent.

RZB ist führende Bankengruppe in den dynamischen Märkten Südosteuropas

Anlässlich des Jahrestreffens der European Bank for Reconstruction and Development (EBRD) in Belgrad präsentierte die Raiffeisen Zentralbank Österreich AG (RZB) ihren jüngsten Bericht über Südosteuropa (SEE).

 

Herbert Stepic, Vorstandsvorsitzender der Raiffeisen International Bank-Holding AG (Raiffeisen International), unterstrich dabei die hervorragende Entwicklung des Konzerns in der Region. Nach dem Zwischenbericht zum ersten Quartal, der am vergangenen Freitag veröffentlicht wurde, erreichte die Raiffeisen International demnach in Südosteuropa eine Bilanzsumme von   € 10,4 Milliarden. „Wir haben die höchste Marktabdeckung aller Banken in der Region und eine exzellente Positionierung“, so Stepic. „Unsere Banken sind Marktführer in Serbien und Montenegro, Bosnien und Herzegowina und in Albanien. Im Kosovo, wo wir mit einer eigenen Bank präsent sind, sind wir Nummer zwei, in Rumänien auf Platz drei und in Bulgarien und Kroatien Nummer vier.“

 

Steigender Ergebnisbeitrag

 

Auch Martin Grüll, Finanzvorstand der Raiffeisen International, äußerte sich sehr optimistisch in Bezug auf die weitere Entwicklung Südosteuropas. „Die Region trug im ersten Quartal 2004 einen Periodenüberschuss vor Steuern von € 15 Millionen zum Konzernergebnis bei, heuer sind es bereits € 44,3 Millionen. Das ist bereits ein Drittel unseres Gesamtgewinns im ersten Quartal“, unterstreicht Grüll die Bedeutung der Region für die Raiffeisen International. Der ROE vor Steuer erreichte im ersten Quartal dieses Jahres 24,9 Prozent gegenüber 15,2 Prozent im Vorjahresquartal. Der größte Wachstumsfaktor war dabei das Retailgeschäft in der Region: Von den insgesamt 5,27 Millionen Retailkunden der Raiffeisen International werden in SEE 3,35 Millionen Kunden von 494 Geschäftsstellen betreut.

 

Nummer eins in Serbien und Montenegro

 

Nach den politischen Umbrüchen im Herbst 2000 wurde die Raiffeisenbank als erste westliche Bank in Serbien und Montenegro gegründet. Sie nahm ihr operatives Geschäft Mitte 2001 auf und entwickelte sich rasch zu einer der am stärksten wachsenden und bekanntesten Banken des Landes. Die Bank erreichte im vergangenen Jahr mit ihren 27 Geschäftsstellen eine Bilanzsumme von € 875 Millionen. „Innerhalb von nur dreieinhalb Jahren sind wir zur Nummer eins am Markt aufgestiegen. Gemessen an der Bilanzsumme haben wir einen Marktanteil von fast 15 Prozent“, freute sich der Generaldirektor der Raiffeisenbank Bosko Kostic.

 

Vielversprechende Entwicklung in Südosteuropa

 

„Im vergangenen Jahren hat Österreich € 5,8 Milliarden im Ausland investiert, 40 Prozent davon in Südosteuropa“, sagte Peter Brezinscheck, Chefvolkswirt der RZB und Leiter von Raiffeisen Research. Die österreichischen Investitionen in SEE machen zwischen 20 und 43 Prozent der gesamten ausländischen Direktinvestitionen aus. „Auch wenn es noch ein langer Weg sein wird, die Lücke zu den zentraleuropäischen Ländern in Hinsicht auf ausländische Direktinvestitionen zu schließen“, so Brezinschek, „zeigt dies doch eine enorme Zunahme des Vertrauens in diese Länder.“

 

Seit dem Jahr 2000 hat die wirtschaftliche Dynamik in den SEE-Ländern das Wachstum der neuen EU-Mitgliedsstaaten in Zentraleuropa regelmäßig übertroffen. Nicht einmal das geringe Wachstum in der Eurozone hat den Aufschwung in Zentraleuropa und SEE gebremst. „Das starke Wachstum in SEE wird sich fortsetzen und durchschnittlich knapp fünf Prozent betragen“, sagte Brezinschek. Exporte würden die treibende Kraft in der ganzen Region bleiben, während die fortsetzende Orientierung in Richtung EU den strukturellen Wandel der einzelnen Volkswirtschaften charakterisiere. Dieser strukturelle Wandel werde aber nicht stark genug sein, um der deutlichen Erhöhung der Binnennachfrage zu entsprechen. Folglich sei die Wahrscheinlichkeit von zunehmenden Leistungsbilanzdefiziten sehr hoch. Diese werden begleitet durch ansteigende Verschuldung, die wiederum nach einer vorsichtigen Fiskalpolitik rufe.

 

„Der Wandel der Marktstimmung zeigt sich am deutlichsten am Eurobond-Markt“, so Brezinschek. Die Margen für SEE-Staatsanleihen seien in den vergangenen drei Jahren deutlich schmäler geworden. Margendifferenzen von 50 bis 60 Basispunkten für kroatische, bulgarische und rumänische Anleihen im Vergleich mit deutschen Bonds in Euro wären vergleichbar mit Aufschlägen österreichischer Anleihen in den Jahren vor der Euro-Einführung. Die Bedenken im Zusammenhang mit der französischen Abstimmung über die EU-Verfassung könnten eine zeitweilige Margenausweitung auslösen, wobei jedoch ein Plus von 10 Basispunkten als Kaufempfehlung für SEE-Anleihen in Euro gesehen werden könne.