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IR-Mitteilung


27. März 2008

IR-Mitteilung

  • Konzern-Jahresüberschuss steigt um 42 Prozent auf 841 Millionen Euro
  • Return on Equity vor Steuern beträgt 25,7 Prozent
  • Gewinn je Aktie um 39 Prozent auf 5,80 Euro erhöht
  • Dank erfolgreicher Kapitalerhöhung sehr gute Kapitalausstattung: Kernkapitalquote steigt auf 10,5 Prozent (plus 1,5 Prozentpunkte)
  • Bilanzsumme steigt um 30 Prozent auf knapp 73 Milliarden Euro, Kreditvolumen legt um knapp 40 Prozent zu
  • Retail Customers-Segment mit stärkstem Ergebniszuwachs:
    Plus 85 Prozent auf 487 Millionen Euro
  • Corporate Customers-Segment erzielt höchsten Ergebnisbeitrag:
    669 Millionen Euro (plus 43 Prozent)
  • Regional gut diversifizierte Ergebnisbeiträge vor Steuern: Zentraleuropa 34 Prozent, Südosteuropa 36 Prozent, GUS 30 Prozent
  • Gesteigerte Effizienz verbessert Cost/Income Ratio auf 57,6 Prozent
  • Integrationsprojekte laufen planmäßig
  • Stärkstes Vertriebsnetz aller westlichen Banken in CEE
  • Kundenzahl steigt um 1,6 Millionen auf 13,7 Millionen
  • Ausblick 2008: Konzern-Jahresüberschuss von rund 1 Milliarde Euro angestrebt

Die Raiffeisen International Bank-Holding AG, Teil des Konzerns der Raiffeisen Zentralbank Österreich AG (RZB), hat die Wachstumsdynamik in den Märkten Zentral- und Osteuropas genutzt und basierend auf einer starken Entwicklung des Kundengeschäftes erneut ein Rekordergebnis erzielt. Der Konzern-Jahresüberschuss (nach Steuern und Minderheiten) stieg um 41,7 Prozent auf 841 Millionen Euro (2006: 594 Millionen Euro). Der Jahresüberschuss vor Steuern überstieg erstmals die Milliarden-Grenze und betrug 1,24 Milliarden Euro (2006: 891 Millionen Euro). Der Gewinn je Aktie erhöhte sich von 4,17 Euro im Jahr 2006 auf 5,80 Euro. Der Vorstand wird der Hauptversammlung vorschlagen, die Dividende je Aktie für das Geschäftsjahr 2007 um 0,22 Euro auf 0,93 Euro zu erhöhen (2006: 0,71 Euro). Auf Basis dieses Vorschlages ergäbe sich eine Dividendenausschüttung von 143,8 Millionen Euro. (Alle Zahlen gemäß International Financial Reporting Standards (IFRS). Alle Vergleichszahlen mit Bezug auf das Geschäftsjahr 2006 sind zum Zweck der besseren Vergleichbarkeit ohne Berücksichtigung von Einmal- oder Sondereffekten dargestellt.)

Herbert Stepic, Vorstandsvorsitzender der Raiffeisen International zum abgelaufenen Geschäftsjahr: "Trotz der Turbulenzen auf den globalen Kredit- und Kapitalmärkten war 2007 wieder ein herausragendes Jahr für uns. Wir haben in einem extrem anspruchsvollen Umfeld unsere Kapitalerhöhung sehr erfolgreich platziert und das Jahr mit einem weiteren Rekordergebnis abgeschlossen. Die im Jahr 2007 erzielte Steigerung unseres Konzern-Jahresüberschusses in Höhe von 247 Millionen Euro ist deutlich größer als unser gesamter Konzern--Jahresüberschuss des Jahres 2004 in Höhe von 209 Millionen Euro. Das ist ein Beweis dafür, dass das traditionelle kundenorientierte Bankgeschäft in unseren Märkten sowohl wachstums- als auch ertragsstark ist. Wir haben uns Vertrauen erworben, indem wir alle zum Börsegang 2005 formulierten strategischen und finanziellen Ziele zeitplangemäß erreicht haben."

Starkes Volumenwachstum im Kundengeschäft – Bilanzsumme plus 30 Prozent
 
Auch im Jahr 2007 hat die Raiffeisen International das positive Wachstumsumfeld in CEE konsequent genützt und ihr Kundengeschäft deutlich ausgeweitet. Die Kredite an Kunden stiegen um 39,5 Prozent auf 48,9 Milliarden Euro (2006: 35,0 Milliarden Euro), während die Kundeneinlagen ein Wachstum von 22,0 Prozent auf 40,5 Milliarden Euro aufwiesen (2006: 33,2 Milliarden Euro).

Insgesamt stieg die Bilanzsumme zum Jahresultimo 2007 um 30,2 Prozent auf 72,7 Milliarden Euro. Das Wachstum erfolgte nahezu ausschließlich organisch. Zum Vergleich: Zum Jahresende 2002 belief sich die Bilanzsumme der Raiffeisen International noch auf 14,4 Milliarden Euro. Das durchschnittliche Wachstum der Bilanzsumme in den vergangenen fünf Jahren betrug 38 Prozent.

Starkes Ertragswachstum im Kundengeschäft – Betriebserträge plus 32 Prozent

Das operative Ergebnis der Raiffeisen International hat sich 2007 sehr positiv entwickelt.
Die Betriebserträge stiegen um 32,2 Prozent auf 3,79 Milliarden Euro (2006: 2,87 Milliarden Euro). Getragen wurde dieser Zuwachs von den beiden mit Abstand wichtigsten kundenbezogenen Komponenten: Zins- und Provisionsergebnis.

Der Zinsüberschuss stieg um 37,1 Prozent auf 2,42 Milliarden Euro (2006: 1,76 Milliarden Euro). Der Provisionsüberschuss erhöhte sich um 33,9 Prozent auf 1,25 Milliarden Euro (2006: 0,93 Milliarden Euro). Aufgrund des schwierigen Marktumfeldes und eines Sondereffektes im Vorjahr sank das Handelsergebnis im Jahresvergleich um 26,8 Prozent auf 127,9 Millionen Euro (2006: 174,8 Millionen Euro).

Der Anstieg der Verwaltungsaufwendungen lag prozentuell leicht unter dem Wachstum der Betriebserträge, was primär auf das konsequente Kostenmanagement zurückzuführen ist. Insgesamt stiegen die Verwaltungsaufwendungen um 29,0 Prozent auf 2,18 Milliarden Euro (2006: 1,69 Milliarden Euro). Das aus diesen Komponenten resultierende Betriebsergebnis stieg um 36,9 Prozent auf 1,61 Milliarden Euro (2006: 1,17 Milliarden Euro). Die Cost/Income Ratio, die den betrieblichen Aufwand im Verhältnis zu den Betriebserträgen darstellt, hat sich dementsprechend von 59,1 Prozent auf 57,6 Prozent plangemäß weiter verbessert.

Gute Entwicklung der Kreditrisikovorsorgen

Die Dotierung der Kreditrisikovorsorgen blieb 2007 mit einem Plus von 15,6 Prozent signifikant unter dem Wachstum des Geschäftsvolumens. Die Neudotierungen erhöhten sich um 15,6 Prozent auf 357,0 Millionen Euro (2006: 308,9 Millionen Euro). Die Risk/Earnings Ratio – das Verhältnis von Kreditrisikovorsorgen zum Nettozinsüberschuss – verbesserte sich von 17,5 Prozent im Jahr 2006 auf 14,8 Prozent. Die Neubildungsquote – bezogen auf die Risikoaktiva des Bankbuchs – sank um 13 Basispunkte auf 0,84 Prozent. Für das Retail Customers-Segment belief sie sich auf 1,41 Prozent (2006: 1,69 Prozent), während die Neubildungsquote für das Corporate Customers-Segment von 0,70 Prozent im Jahr 2006 auf 0,57 Prozent sank.

Mehr als 60 Prozent der Kreditrisikovorsorgen gingen auf das Konto von Retail Customers, für die in Summe 218 Millionen Euro dotiert wurden. Die restlichen knapp 40 Prozent entfielen auf Corporate Customers. Regional gesehen lag der Schwerpunkt der neuen Kreditrisikovorsorgen mit einem Anteil von 47 Prozent oder 169 Millionen Euro in der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS), während in Südosteuropa die Neudotierung sehr moderat ausfiel. Diese Region wies eine Risk/Earnings Ratio von nur 9,2 Prozent auf.

Sehr gute Kapitalausstattung – Kernkapitalquote über 10 Prozent

Die Raiffeisen International baute ihr Eigenkapital einschließlich des Konzern-Jahresüberschusses und der Fremdanteile im Berichtsjahr um 44 Prozent oder 2.033 Millionen Euro aus. Zum Bilanzstichtag erreichte es 6.622 Millionen Euro (2006: 4.590 Millionen Euro). Der Return on Equity (ROE) vor Steuern reduzierte sich aufgrund des stark gestiegenen durchschnittlichen Eigenkapitals um 1,6 Prozentpunkte auf 25,7 Prozent (2006: 27,3 Prozent).

Die Kernkapitalquote – bezogen auf das Bankbuch – erhöhte sich um 1,6 Prozentpunkte auf 11,4 Prozent. Die Kernkapitalquote (inklusive Marktrisiko) – also bezogen auf die gesamten Risikoaktiva von 54,0 Milliarden Euro – ergibt für 2007 einen Wert von 10,5 Prozent (plus 1,5 Prozentpunkte). Die Eigenmittelquote stieg um 1,4 Prozentpunkte auf 12,4 Prozent. "Wir verfügen über eine sehr gute Kapitalausstattung. Dieser Polster gibt uns Sicherheit und zusätzlichen Spielraum im Falle von Akquisitionen", sagte Martin Grüll, Finanzvorstand der Raiffeisen International. 

 
Stabile Fremdfinanzierungsbasis durch hohes Einlagenaufkommen

Das gesamte Fremdfinanzierungsvolumen der Raiffeisen International belief sich zum Jahresende 2007 auf 64,2 Milliarden Euro. Der größte Teil davon entfiel auf Kundeneinlagen, die einen Anteil von 63 Prozent ausmachten. Rund 18 Prozent des Volumens bildeten kurzfristige Refinanzierungen, während sich die mittel- und langfristigen Refinanzierungen auf 17 Prozent des Volumens beliefen. Insgesamt zwei Prozent entfielen auf nachrangige Verbindlichkeiten.

"Wir sind in der Lage, einen stabilen und hohen Anteil unseres Fremdfinanzierungsvolumens über Kundeneinlagen abzudecken. Das ist im derzeitigen Umfeld ein echter Vorteil. Darüber hinaus verfügen wir über einen guten Ruf im Kreditsyndizierungsmarkt, was uns einen kontinuierlichen Zugang zu langfristigen Refinanzierungen ermöglicht", so Grüll. Die etablierte und gute Zusammenarbeit mit supranationalen Institutionen wie zum Beispiel der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD), der Europäischen Investitionsbank (EIB) oder der Weltbank-Tochter International Finance Corporation (IFC) erschließt dem Unternehmen weitere attraktive langfristige Refinanzierungsquellen. RZB und die Raiffeisen Bankengruppe sind weitere wichtige und zuverlässige Quellen der Refinanzierung.

Gutes Ergebnis im 4. Quartal 2007

Im 4. Quartal 2007 erwirtschaftete die Raiffeisen International ein Rekord-Nettozinsergebnis in Höhe von 600,2 Millionen Euro, um 38 Prozent mehr als im Vergleichsquartal des Vorjahres. Auch das Provisionsergebnis lag mit 354,8 Millionen Euro deutlich – und zwar um 30 Prozent – über dem Vergleichsquartal 2006. Der Konzern-Periodenüberschuss betrug 215,6 Millionen Euro, um 38 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres und nur knapp unter dem Vorquartal. Es war somit trotz der Spezifika des Abschlussquartals im Zusammenhang mit der Kostenallokation das zweitbeste Quartal der Unternehmensgeschichte.

Größtes Vertriebsnetz als Hebel für starkes Wachstum der Kundenbasis

Die Filiale bildet nach wie vor das Zentrum der Kundenbeziehung. Darüber hinaus nimmt die Filialpräsenz auch eine Schlüsselrolle bei der Positionierung der Marke ein. Im Berichtsjahr wurde das ohnehin weitreichende Geschäftsstellennetzwerk der Raiffeisen International konsequent weiter entwickelt. Die Anzahl der von der Raiffeisen International betriebenen Geschäftsstellen erhöhte sich um 167. Damit umfasste das gesamte Vertriebsnetzwerk der Raiffeisen International in CEE zum Stichtag 3.015 Geschäftsstellen in 16 Märkten. In der Zwischenzeit wurde mit der Eröffnung einer Leasinggesellschaft in Moldau die Abdeckung der Region mit operativen Gesellschaften auf 17 Märkte ausgeweitet.

"Mit der Eröffnung unserer 3.000. Filiale in CEE haben wir einen Meilenstein in der Entwicklung unseres Unternehmens gesetzt. Wir sind wie keine andere internationale Bank in der Region in der Lage, unsere Kunden flächendeckend zu betreuen. In den Hochwachstumsmärkten Russland und Ukraine verfügen wir über die mit Abstand größten Filialnetze aller westlichen Banken. Darin sehe ich einen wichtigen Eckpfeiler unseres zukünftigen Geschäftserfolges", so Stepic.

Aufgrund des weiteren Ausbaus und der Optimierung des Vertriebsnetzes sowie marktnaher Produkte und hoher Servicestandards hat die Raiffeisen International wieder zahlreiche neue Kunden gewonnen. Umfasste die Kundenbasis zum Jahresende 2006 12,1 Millionen Kunden, so betreute der Konzern zum Ultimo 2007 bereits 13,7 Millionen Kunden.

Diese Dynamik zeigt sich auch in der Entwicklung des Mitarbeiterstandes. Zum Jahresultimo 2007 beschäftigte das Unternehmen 58.365 Mitarbeiter, was einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr von 5.633 oder 10,7 Prozent entspricht.

Integrationsprojekte laufen nach Plan

Die Integrations- und Transformationsprojekte der drei in den letzten Jahren erworbenen Banken (Bank Aval in der Ukraine im Jahr 2005, Impexbank in Russland und eBanka in Tschechien jeweils 2006) verliefen plangemäß. Im November 2007 wurde der wichtige gesellschaftsrechtliche Zusammenschluss der ehemaligen ZAO Raiffeisenbank Austria und der OAO Impexbank zur neuen ZAO Raiffeisenbank abgeschlossen. Die aus der Zusammenführung hervorgegangene Bank vereinigt die Tradition Raiffeisens mit dem hervorragenden Vertriebsnetz der Impexbank. Für die Raiffeisenbank a.s. und die eBanka a.s. soll die gesellschaftsrechtliche Verschmelzung im Laufe des Jahres 2008 abgeschlossen werden.

Segmentberichterstattung

Die Geschäftsaktivitäten der Raiffeisen International sind sowohl nach Geschäftsfeldern als auch regional segmentiert.

Geschäftsfelder

Im Geschäftsjahr 2007 erzielte die Raiffeisen International neuerlich Zuwächse in den Kundengeschäftsfeldern. Der Erfolg der Strategie, die Retail-Aktivitäten auszubauen, zeigt sich in einer deutlichen Verbesserung der Resultate aus diesem Geschäftsfeld.

Corporate Customers
Mit einem Anteil von 54 Prozent am Gesamtergebnis entwickelte sich das größte Segment Corporate Customers weiterhin zufriedenstellend. Das Ergebnis vor Steuern stieg um 43 Prozent auf 669 Millionen Euro. Diese Steigerung lag damit über der des Geschäftsvolumens. Die dem Geschäftsfeld zurechenbaren Risikoaktiva wuchsen um 30 Prozent auf 24,7 Milliarden Euro. Der Zinsüberschuss trug mit einem Plus von 39 Prozent ebenso zum guten Ergebnis bei wie der Provisionsüberschuss mit einem Zuwachs von 26 Prozent. Die Verwaltungsaufwendungen nahmen um 32 Prozent zu. Die Cost/Income Ratio verbesserte sich um weitere 0,9 Prozentpunkte auf 35,8 Prozent. Dagegen war nur ein mäßiger Anstieg der Kreditrisikovorsorgen
um 17 Prozent zu registrieren, der unter dem Zuwachs des Zinsüberschusses lag. Da das dem Segment zugerechnete Eigenkapital um 50 Prozent stieg, sank der Return on Equity hier leicht um 1,5 Prozentpunkte auf 30,2 Prozent. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter erhöhte sich um 10 Prozent auf 8.089.

Retail Customers
Mit einem Plus von 85 Prozent oder 223 Millionen Euro auf 487 Millionen Euro wies das Segment Retail Customers im Berichtsjahr erwartungsgemäß den stärksten Zuwachs aller Bereiche im Ergebnis vor Steuern auf. Zu diesem guten Ergebnis trugen die in den letzten Jahren vorgenommenen Investitionen in neue Geschäftsstellen und Produkte bei. Dass diese Investitionen nach wie vor nicht abgeschlossen sind, zeigt sich auch an den um 30 Prozent gestiegenen Verwaltungsaufwendungen. Die Cost/Income Ratio von 68,3 Prozent war aus diesem Grund noch relativ hoch, lag im Berichtszeitraum aber um 4,0 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert.

Die auf die Retail Customers entfallenden Risikoaktiva stiegen um 34 Prozent auf 19,0 Milliarden Euro. Die höheren Volumina erforderten auch umfangreichere Kreditrisikovorsorgen, die aber dennoch nur um 14 Prozent auf 218 Millionen Euro zunahmen. Der Return on Equity stieg signifikant von 24,8 auf 29,5 Prozent. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl dieses Geschäftsfeldes nahm von 38.677 auf 44.582 erneut zu.

Treasury
Die Ergebnisse im Segment Treasury waren im Berichtszeitraum rückläufig, das Vorsteuerergebnis
lag mit 188 Millionen Euro um 22 Prozent oder 53 Millionen Euro unter dem hohen Vorjahresniveau. Dieses war durch ein für den Konzern günstiges Währungsumfeld sowie durch einen Sondereffekt von 33 Millionen Euro geprägt gewesen, der durch ein positives Bewertungsergebnis aus einer im Zusammenhang mit dem Erwerb der Impexbank eingegangenen offenen Position entstand. Zur Reduktion des Zinsstrukturrisikos wurden derivative Instrumente eingesetzt. Daraus errechnete sich im Jahr 2007 ein Bewertungsergebnis von knapp minus 30 Millionen Euro. Ohne Berücksichtigung dieser Effekte wäre die Ertragsentwicklung im Segment Treasury positiv.

Die Risikoaktiva im Segment nahmen um 10 Prozent auf 5,9 Milliarden Euro zu. Die Verwaltungsaufwendungen wuchsen nur moderat um 19 Prozent. Der Return on Equity sank um 11,8 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr und lag bei 32,9 Prozent. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter erhöhte sich um 17 Prozent und betrug im Berichtsjahr 1.244.

Participations & Other
Die Einmaleffekte (Verkäufe der Raiffeisenbank Ukraine und der Minderheitsanteile an der Bank TuranAlem) schlugen sich im Jahr 2006 im Segment Participations & Other nieder, das damit ein positives Ergebnis von 507 Millionen Euro aufwies. Bereinigt um diese Einmaleffekte lag das Segmentergebnis 2006 bei minus 81 Millionen Euro.

Im Berichtsjahr ergab sich im Segment ein Minus von 106 Millionen Euro. Das Ergebnis ist deshalb negativ, weil das Segment neben den Ergebnissen aus Beteiligungen und Nichtbankaktivitäten auch die Kosten der zentralen Konzernsteuerung enthält. Diese verbleiben im Segment und werden nicht auf die  anderen Geschäftsbereiche aufgeteilt. Außerdem enthält es die kalkulatorischen Ergebnisse aus der Veranlagung des Eigenkapitals.

Regionale Segmente

Zentraleuropa
In der Region Zentraleuropa wuchsen die Ergebnisse im Berichtszeitraum deutlich. Mit einem Plus von 112 Millionen Euro oder 36 Prozent gegenüber dem Vergleichsjahr war beim Periodenüberschuss vor Steuern ein beachtlicher Zuwachs zu verzeichnen. Die Erstkonsolidierung der Asset Management- Gesellschaften in der Slowakei und in Ungarn ergab einen zusätzlichen Beitrag zum Jahresergebnis in Höhe von 20 Millionen Euro. Der Return on Equity vor Steuern für Zentraleuropa sank leicht um 1,7 Prozentpunkte auf 21,7 Prozent.  Hauptfaktor dafür war das gegenüber der Vergleichsperiode um 46 Prozent erhöhte Eigenkapital.

Die Aktiva des Konzerns in Zentraleuropa stiegen im Jahresabstand um 28 Prozent oder 6,5 Milliarden Euro auf 29,7 Milliarden Euro. Damit war der Volumenzuwachs etwas niedriger als der Zuwachs des Zinsüberschusses, der um 36 Prozent auf 821 Millionen Euro zunahm. Die Nettozinsspanne stieg trotz des kompetitiven Marktumfelds um 3 Basispunkte auf 3,17 Prozent. Die Bemessungsgrundlage stieg etwas schwächer als die Bilanzaktiva, und zwar um 26 Prozent von  17,2 Milliarden Euro auf 21,6 Milliarden Euro. Die Kreditrisikovorsorgen stiegen um
31 Prozent auf 122 Millionen Euro und damit in geringerem Ausmaß als der Zinsüberschuss. Dieser Anstieg ging zu 30 Prozent auf Neudotierungen bei Portfolio-Wertberichtigungen in einigen Konzerneinheiten der Region zurück.

Die Risk/Earnings Ratio für die gesamte Region verbesserte sich damit gegenüber dem Vergleichszeitraum um 0,6 Prozentpunkte auf 14,9 Prozent. Der Anteil der Non-Performing Loans am Kreditportfolio stieg im Jahresvergleich um 0,35 Prozentpunkte auf 2,64 Prozent.

Der Provisionsüberschuss stieg um 127 Millionen Euro auf 471 Millionen Euro. Dieser Anstieg beruhte auf stetig steigenden Transaktionsvolumina und erreichte bei Zahlungsverkehr und Kontodienstleistungen 152 Millionen Euro. Absolut gesehen erreichten die ungarischen und slowakischen Konzerneinheiten die höchsten Ergebnisse. Im Devisen- und Valutengeschäft stieg der Provisionsüberschuss auf 183 Millionen Euro, zu denen die Raiffeisenbank Polska den größten Beitrag leistete. Die 2007 neu einbezogenen Asset Management-
Gesellschaften steuerten zu diesem guten Ergebnis 14 Millionen Euro bei. Das verwaltete Fondsvolumen dieser Unternehmen erreichte zum Jahresende 2,3 Milliarden Euro. Der Anteil des provisionswirksamen Geschäfts an den Betriebserträgen war mit 35 Prozent der höchste aller Segmente.

Das Handelsergebnis der Region Zentraleuropa betrug 52 Millionen Euro. Der im Berichtszeitraum erzielte Anstieg um 11 Millionen Euro beruhte im Wesentlichen auf einem verbesserten Ergebnis aus dem währungsbezogenen Geschäft, das 39 Millionen Euro zum Handelsergebnis beitrug. Bei zinsbezogenen Geschäften verbesserten sich die Erträge im Berichtsjahr angesichts der in einigen Ländern Zentraleuropas steigenden Zinsen um rund 10 Millionen Euro auf 13 Millionen Euro.

Südosteuropa

Die Region Südosteuropa verzeichnete in der Berichtsperiode den höchsten Ergebniszuwachs aller drei Segmente. Dank der guten Marktposition der Konzerneinheiten in dieser Region stieg der Periodenüberschuss vor Steuern um 55 Prozent auf 442 Millionen Euro. Der Return on Equity vor Steuern verbesserte sich ebenfalls deutlich von zuvor 28,2 Prozent auf 30,2 Prozent.

Der Zinsüberschuss in der Region wuchs um 28 Prozent oder 158 Millionen Euro auf 718 Millionen Euro, obwohl die Nettozinsspanne um 6 Basispunkte auf 3,48 Prozent leicht zurückging. Die Bilanzaktiva stiegen um 23 Prozent auf 23,2 Milliarden Euro. Die Bemessungsgrundlage stieg mit einem Zuwachs um 30 Prozent von zuvor 12,6 Milliarden Euro auf 16,4 Milliarden Euro etwas stärker.

Eine positive Entwicklung nahmen die Kreditrisikovorsorgen. Trotz eines deutlich gestiegenen Geschäftsvolumens waren um 26 Prozent oder 22 Millionen Euro geringere Neudotierungen erforderlich als im Vergleichsjahr. Die Neudotierung der Kreditrisikovorsorgen sank damit auf 66 Millionen Euro. Dank der soliden Kundenbasis und der guten Entwicklung der Risikostruktur war in einigen Konzerneinheiten der Region eine Reduktion der Wertberichtigungen möglich. Damit einhergehend verringerte sich die Risk/Earnings Ratio wesentlich von 15,8 auf 9,2 Prozent.

Der Provisionsüberschuss der Region stieg mit einem Zuwachs um 44 Prozent von zuvor 268 Millionen Euro auf 386 Millionen Euro kräftig. Die größten Zuwächse erzielte dank einer ausgeprägten Retail-Ausrichtung und eines soliden Kundenstocks die Konzerneinheit in Rumänien: Eine gute Entwicklung bei Zahlungsverkehr und Kontodienstleistungen mit 167 Millionen Euro sowie bei Devisen- und Valutengeschäft mit 82 Millionen Euro waren ausschlaggebend für diesen Anstieg. Die im Berichtsjahr neu integrierte Asset Management-Einheit in Kroatien trug 12 Millionen Euro zum Provisionsüberschuss bei. Das von ihr verwaltete Fondsvolumen erreichte 0,6  Milliarden Euro.

Die Region Südosteuropa erwirtschaftete ein Handelsergebnis von 35 Millionen Euro. Es basierte großteils auf dem währungsbezogenen Geschäft und lag um 31 Prozent unter dem Wert des Vorjahres. Hauptgrund dafür waren Bewertungsverluste von rund 10 Millionen Euro aus Absicherungsgeschäften in Kroatien, die zur Minimierung des Währungsrisikos bestimmter Kreditportfolios genutzt wurden. Die Erträge aus dem zinsbezogenen Geschäft waren aufgrund des steigenden Zinsniveaus in der Region ebenfalls rückläufig.

Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS)


Strategiekonform wuchsen die Kreditvolumina und Erträge in der GUS kräftig. Trotz der Endkonsolidierung der Raiffeisenbank Ukraine im Vorjahr erhöhte sich der Periodenüberschuss vor Steuern im Berichtsjahr um 27 Prozent oder 78 Millionen Euro auf 369 Millionen Euro. Aufgrund der deutlich erhöhten Eigenkapitalbasis (plus 53 Prozent) und des Wegfalls der wenig kapitalbindenden Raiffeisenbank Ukraine reduzierte sich die Eigenkapitalverzinsung um 5,6 Prozentpunkte auf 26,7 Prozent. Bei der Entwicklung der Region ist zu berücksichtigen, dass in der Vergleichsperiode die Impexbank nur für fünf Monate enthalten war und zudem einige Sondereffekte zu verzeichnen waren.

Der Zinsüberschuss der Region war der höchste aller Segmente: Er stieg um 47 Prozent oder 280 Millionen Euro auf 880 Millionen Euro und entwickelte sich damit noch dynamischer als die Bilanzaktiva, die dank einer deutlichen Steigerung im Kreditgeschäft überdurchschnittlich um 6,0 Milliarden Euro auf 19,9 Milliarden Euro zunahmen. Eine besonders starke Expansion erzielte die Konzerneinheit in Russland. Dies führte zu einer Verbesserung der Nettozinsspanne um 13 Basispunkte auf 5,13 Prozent. Die Bemessungsgrundlage entwickelte sich analog zum Wachstum der Bilanzaktiva und stieg um 42 Prozent auf 15,9 Milliarden Euro.

Die Kreditrisikovorsorgen wurden im Berichtszeitraum von zuvor 127 Millionen Euro auf 169 Millionen Euro erhöht. Diese Steigerung um ein Drittel war eine Folge der starken Ausweitung des Geschäftsvolumens sowohl im Retail- als auch im Firmenkundenbereich und ging großteils auf das Konto der beiden bereits fusionierten russischen Banken. Die Risk/Earnings Ratio verbesserte sich um 2,0 Prozentpunkte auf 19,2 Prozent.

Der Provisionsüberschuss verzeichnete einen Anstieg um 72 Millionen Euro auf 393 Millionen Euro. Der  Zahlungsverkehr lieferte dazu mit 220 Millionen Euro den wichtigsten Beitrag, der zum Großteil auf die ukrainische Konzerneinheit entfiel. Das Devisen- und Valutengeschäft steuerte weitere 98 Millionen Euro bei.

Das Handelsergebnis sank von 83 Millionen Euro auf 41 Millionen Euro. Hier ging das Ergebnis aus zinsbezogenen Transaktionen um 23 Prozent auf 16 Millionen Euro zurück, und auch das Ergebnis aus dem währungsbezogenen Geschäft reduzierte sich deutlich. Ein weiterer Faktor für den Rückgang war eine im Zusammenhang mit dem Erwerb der Impexbank eingegangene Devisenposition, die im Jahr 2006 zu einem einmaligen positiven Bewertungsergebnis von 33 Millionen Euro geführt hatte. Bereinigt um diesen Sondereffekt in der  Vergleichsperiode verlief die Entwicklung des Handelsergebnisses im Berichtsjahr stabil.

Ausblick 2008

Das Firmenkundengeschäft wird aufbauend auf der erfolgreichen Mid Market-Strategie auch 2008 den größten Beitrag zum Vorsteuerergebnis leisten. Im Retail-Bereich legt die Raiffeisen International weiterhin den Schwerpunkt auf die Expansion des Filialnetzes, um die Erweiterung der Kundenbasis zu unterstützen. Zudem wird das Unternehmen im laufenden Jahr das Produktangebot in den Bereichen Asset Management sowie Versicherungen weiter entwickeln.

Für das Geschäftsjahr 2008 strebt das Management einen Konzernjahresüberschuss von rund 1 Milliarde Euro an. Bis 2010 wird ein jährliches Bilanzsummenwachstum von mindestens 20 Prozent angepeilt, wobei die stärksten Zuwächse im Segment Retail Customers angestrebt werden.

Für das Jahr 2010 setzt sich die Raiffeisen International das Ziel, einen Return on Equity (ROE) vor Steuern von mehr als 25 Prozent zu erreichen. Hierbei sind etwaige Akquisitionen und Kapitalerhöhungen nicht berücksichtigt. Die Cost/Income Ratio soll bei rund 56 Prozent liegen, für die Risk/Earnings Ratio wird eine Zielmarke von rund 15 Prozent angesteuert.

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Die Raiffeisen International betreibt eines der größten Bankennetzwerke in CEE. 17 Märkte der Wachstumsregion Europas werden durch Tochterbanken, Leasingfirmen und eine Reihe anderer Finanzdienstleistungsunternehmen abgedeckt. In über 3.000 Geschäftsstellen werden rund 14 Millionen Kunden betreut. Die Raiffeisen International ist eine voll konsolidierte Tochter der Raiffeisen Zentralbank Österreich AG (RZB). Die RZB hält 68,5 Prozent der Aktien, der Rest befindet sich im Streubesitz. Die Aktien notieren an der Wiener Börse. Die RZB ist eine führende Kommerz- und Investmentbank in Österreich und das Spitzeninstitut der österreichischen Raiffeisen Bankengruppe, der größten Bankengruppe des Landes.

Der Online-Geschäftsbericht ist unter http://gb2007.ri.co.at abrufbar. Sie können dort auch gedruckte Exemplare bestellen. Die englische Version ist ab sofort unter http://ar2007.ri.co.at im Netz. Ein gedrucktes Exemplar in englischer Sprache kann ebenfalls unter der Internet-Adresse des englischen Geschäftsberichtes bestellt werden.

 Raiffeisen International: Starkes Kundengeschäft Basis für erneutes Rekordergebnis